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Für junge Menschen ist ein Schüleraustausch natürlich ein ganz besonderes Highlight: Endlich hat man einmal die Chance, etwas zu erleben und sich eine Auszeit vom eintönigen Schulalltag zu gönnen. Doch für Eltern gibt es dabei einiges zu beachten. Natürlich sollten diese ihre Kinder in ihrem Vorhaben unterstützen, denn ein Schüleraustausch ist ein Erlebnis, an das man sich das ganze Leben lang noch erinnern wird und das für die berufliche und persönliche Entwicklung von großer Bedeutung sein kann – trotzdem ist es wichtig, alles gut zu organisieren. Ein wichtiger Punkt ist beispielsweise die Koordination mit der Schule, aber auch Fragen zur Finanzierung und zum passenden Zeitpunkt müssen geklärt werden.

Die richtige Organisation für einen Schüleraustausch finden

austauschprogramm-schuelerWenn es um die Auswahl der richtigen Organisation für einen Schüleraustausch geht, sollten Eltern und ihre Kinder sich besonders viel Zeit dafür nehmen, den richtigen Partner zu finden. Eine umfassende Recherche im Internet oder in entsprechenden Broschüren ist hier unumgänglich. Zunächst muss geklärt werden, welche Länder für den Austausch in Frage kommen und welche Leistungen dabei besonders im Fokus stehen sollen. Auch muss man überlegen, ob eine Finanzierung, wie durch ein Stipendium, notwendig ist.

Ein Schüleraustausch ist nie ein pauschal organisiertes, fertig als Paket gebuchtes Vorhaben, sondern etwas, das sehr individuell und mit guter Vorbereitung geplant sein muss. Es ist wichtig, dass das Umwelt stimmt, denn schließlich soll das Kind sich an seinem Zielort wohlfühlen – so ist es motiviert, etwas Neues zu lernen und kann sich am besten auf neue Eindrücke einlassen. Auch das Heimweh hält sich dadurch in Grenzen.

Gerade wenn es um die neue G8-Schulform geht, müssen Eltern einiges beachten, denn nach der Rückkehr des Schüleraustauschs muss das Kind wieder zurück in das gewohnte schulische Umfeld. Für Eltern ist es daher unumgänglich, sich gemeinsam mit Lehrern und der Schuldirektion abzustimmen. Es kann sein, dass der Schüler danach ein Jahr wiederholen muss und in eine neue Klasse kommt – das sollte Eltern und dem Kind selbst bewusst sein. Stellt dies kein Problem dar und ist auch für die Schulleitung in Ordnung, kann es losgehen.

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Welche Vorteile bietet ein Schüleraustausch?

Ein Austausch in ein anderes Land ist eine wunderbare Chance, eine ganz neue, vielleicht völlig fremde Kultur einmal hautnah kennenzulernen. Als Austauschschüler lebt man bei einer Gastfamilie, schließt viele neue Freundschaften und kann natürlich auch seine Sprachkenntnisse verbessern. Gerade für Schüler, die vielleicht bisher in einem Sprachenfach nicht sonderlich gut waren, kann ein solcher Austausch Wunder bewirken.

Auch ist es wichtig, um Austauschland am Unterricht in der Schule teilzunehmen. Man erfährt mehr über das dortige Schulsystem und lernt zudem, sich besser in fremden Umgebungen zurechtzufinden. Das erste Mal ist man als Jugendlicher auf sich alleine gestellt, muss den Alltag selbst bewältigen und lernt, mit dem einen oder anderen Problem ohne Hilfe umzugehen. Für das spätere Erwachsenenleben sind solche Erfahrungen unbezahlbar!

Freunde finden beim Austauschjahr

Freunde finden beim Austauschjahr

Schüler, die von einem Auslandsjahr zurückkommen, kehren meist mit einem differenzierten Blick auf das eigene Land und auf die restliche Welt zurück. Man hat den eigenen Horizont erweitert und kennt nun Eigenheiten anderer Kulturen – einiges lernt man vielleicht mehr zu schätzen, andere Dinge versteht man vielleicht nun besser als zuvor. Hier macht jeder Austauschschüler seine ganz eigenen, unvergesslichen Erfahrungen.

Finanzierung und finanzielle Unterstützung

sparenKaum ein Schüler hat ein geregeltes Einkommen – schließlich geht er ja noch zur Schule. Daher ist es zunächst schon einmal sehr wichtig, dass die Eltern hinter dem Vorhaben stehen und ihr Kind bestmöglich unterstützen. die Finanzierung von einem Auslandsjahr ist oft kein Zuckerschlecken, gerade wenn es sich um eine Reise in ein fernes Land handelt. Daher kann es schnell für einige Familien Probleme geben, den Plan in die Realität umzusetzen. Für Eltern gilt daher: Nimmt man den Wunsch seines Kindes ernst, sollte man dafür etwas ansparen, falls dies möglich ist.

Auch als Schüler kann man natürlich einiges leisten, um sich den Wunsch eines Schüleraustauschs zu erfüllen: Statt Geschenken zu Weihnachten und zum Geburtstag wünscht man sich Geld und in der Freizeit kann so manch ein Job dabei helfen, den Flug in das Austauschland zu bezahlen. Auch kann man im Freundes- und Familienkreis danach fragen, ob es Möglichkeiten gibt, sich etwas dazuzuverdienen. Flohmärkte oder auch Verkäufe ungenutzter Gegenstände im Internet sind ebenfalls eine tolle Möglichkeit, den einen oder anderen Euro zur Reisekasse dazuzulegen.

Viele Schulen organisieren darüber hinaus Schüleraustauschprogramme, in denen gleich die gesamte Klasse verreist. Ist dies der Fall, findet zuvor häufig ein Event statt, an dem Selbstgemachtes, wie zum Beispiel Kuchen oder auch Salate, verkauft wird. Auch ein Benefizkonert, aus dessen Erlös der Austausch mitfinanziert wird, sind eine gute Möglichkeit, den Schüleraustausch für jeden zu ermöglichen.

Sollten Eltern keine finanziellen Möglichkeiten haben, den Wunsch ihrer Kinder zu erfüllen, gibt es noch die Option, sich an spezielle Organisationen zu wenden, die Stipendien und Fördergelder vergeben – hierfür erkundigt man sich am besten direkt bei der Schule.