Seite auswählen

Wenn das Kind schlechte Noten schreibt oder generell Schwierigkeiten hat, in der Schule mitzukommen, kann Nachhilfeunterricht sinnvoll sein. Doch welche Möglichkeiten haben Eltern hier und wo liegen die Vor- und Nachteile der einzelnen Nachhilfe-Methoden?

Klassische Nachhilfe:
Die Vor- und Nachteile

Die klassische Nachhilfe durch einen einzelnen Lehrer ist meist die sinnvollste Lösung. Ein großer Vorteil ist die Möglichkeit, die Zeit flexibel einzuteilen und dadurch auf die individuelle Lerngeschwindigkeit des Schülers einzugehen. Zudem kann der Lehrer direkt auf Schwierigkeiten in bestimmten Bereichen reagieren und somit schneller Erfolge erzielen. Das Ergebnis: Der Schüler erlebt unmittelbar Erfolge und ist motivierter, auch unabhängig von der Nachhilfe selbstständig zu lernen.

Den zahlreichen Vorteilen stehen Nachteile wie die bisweilen hohen Kosten und die Gefahr der Isolation des Schülers gegenüber. Geeignet ist die Einzelnachhilfe deshalb überwiegend für Kinder, die sehr große Wissenslücken aufweisen oder Schwierigkeiten haben, mit Mitschülern oder zu Hause zu lernen. Abhängig ist der Erfolg jedoch auch vom Nachhilfelehrer.

Nachhilfelehrer: Mitschüler oder Lehrer?

nachhilfe

Klassischer Nachhilfelehrer oder Hilfe durch Mitschüler?

Soll ich mein Kind von einem ausgebildeten Nachhilfelehrer, einem Schüler oder von einer ganz anderen Person unterrichten lassen? Die Antwort darauf ist gar nicht so einfach, da jeder Typ seine Vor- und Nachteile hat. Mitschüler beispielsweise, kennen die Ansprüche der Lehrer und können die eigenen Erfahrungen beim Lernen des Stoffes direkt mit einbeziehen. Zudem ist diese Art der Nachhilfe relativ preiswert oder sogar kostenlos. Nachteilig ist die mangelnde Autorität, und auch die fehlenden pädagogische Ausbildung kann problematisch sein.
Wer einen ausgebildeten Nachhilfelehrer oder einen Referendar wählt, kann auf fachliche und pädagogische Qualifikationen zählen. Der einzige Nachteil ist neben den höheren Kosten die Gefahr, dass die Nachhilfekraft andere Lehrmethoden anwendet als für das Kind üblich. Dies kann beim selbstständigen Lernen zu Problemen führen.

Gruppennachhilfe zur Festigung des Stoffes

Bestehen nur kleine Wissenslücken, ist Gruppennachhilfe die richtige Wahl. Hier lernt der Schüler gemeinsam mit anderen Kindern und hat dadurch weniger Hemmungen als alleine oder in einer großen Schulklasse. Ein weiteres Plus: Nachhilfe in der Gruppe ist preiswerter als Einzelnachhilfe und bietet durch die anderen Kinder Raum für spielerisches Lernen des fehlenden Stoffes.

Der einzige Nachteil der Gruppennachhilfe ist das verringerte Lerntempo. Der Lehrer muss auf die Bedürfnisse aller Schüler eingehen und kann individuelle Probleme nur in einem gewissen Rahmen berücksichtigen.

Qualifiziert lernen in einem Nachhilfeinstitut

Weist das Kind große Wissenslücken auf und benötigt dauerhafte Nachhilfe, können Eltern ein Nachhilfeinstitut nutzen. Dabei handelt es sich um eigenständige Unternehmen, die sich auf die Nachhilfe spezialisiert haben. Eigene Unterrichtsräume gehören ebenso zu den Vorteilen wie Lerngruppen und abwechslungsreiches Lernen durch verschiedene Lehrer. Auch die Qualifikation der Lehrkräfte ist in der Regel hoch, was einen Lernerfolg wahrscheinlich macht.

Den Vorteilen stehen vor allem preislich gesehen Nachteile entgegen. Ein Nachhilfeinstitut ist meist kostspielig und bietet langfristige Verträge mit langwierigen Kündigungsfristen an. Die Wahl dieser Nachhilfemethode ist deshalb nur dann wirklich sinnvoll, wenn der Schüler tatsächlich über mehrere Monate Hilfe benötigt.

Kinder und Eltern haben also diverse Methoden, Nachhilfe in Anspruch zu nehmen. Welche von den genannten Varianten die richtige ist, hängt immer vom Kind, dem aufzuholenden Stoff und den finanziellen Möglichkeiten ab.

mitschueler